Prof. Dr. med. Fritz Beske MPH

Preisträger 2012

Über den Preisträger

Seit nunmehr fast fünf Jahrzehnten ist Prof. Beske unentbehrlicher Wegweiser und Ratgeber des deutschen Gesundheitswesens. Als Nestor der Gesundheitssystemforschung in Deutschland hat er die Versorgungsrealität minutiös wie kein anderer analysiert, Defizite eingeklagt und den Blick in die Zukunft gerichtet. Unermüdlich setzt er sich dafür ein, dass die medizinische Versorgung auch in Zukunft sichergestellt ist und alle Bürgerinnen und Bürger am wissenschaftlichen Fortschritt in der Medizin teilhaben können. Frühzeitig hat Prof. Beske auf die Konsequenzen des demografischen Wandels hingewiesen und die Politik gemahnt, drängende Systemfragen anzugehen. Von entscheidender Bedeutung zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems ist die Rückführung der gesetzlichen Krankenversicherung auf ihre Kernaufgabe der notwendigen medizinischen Versorgung und ihre Bereinigung von systemfremden Leistungen, so Prof. Beske.

Fritz Beske wurde 1922 als Sohn des praktischen Arztes Fritz Beske und dessen Ehefrau Klara in Wollin geboren. 1946 konnte er sein Medizinstudium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel aufnehmen. Das Studium schloss er 1951 ab und im selben Jahr wurde er mit einer Arbeit zum Bronchialkarzinom promoviert. Seine berufliche Laufbahn begann Prof. Beske als wissenschaftlicher Assistent am Hygiene-Institut der Universität Kiel. 1954 ging er in die Vereinigten Staaten und absolvierte dort den Studiengang Public Health. Als einem der ersten Deutschen überhaupt wurde ihm der Titel „Master of Public Health“ (MPH) verliehen. 1958 wurde Prof. Beske Referent in der Gesundheitsabteilung des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein. Von 1961 bis 1964 war er für die Weltgesundheitsorganisation WHO in Kopenhagen tätig. Nach seiner Rückkehr nach Kiel leitete Prof. Beske zunächst die Gesundheitsabteilung des Innenministeriums und wurde dann 1971 zum Staatssekretär des Sozialministeriums des Landes Schleswig-Holstein berufen. Dieses Amt hatte Prof. Beske zehn Jahre lang inne. 1975 gründete er das später in das Fritz Beske Institut umbenannte Institut für Gesundheits-System-Forschung in Kiel. Das Institut befasst sich mit der Strukturanalyse und Bestandsaufnahme des deutschen Gesundheitssystems und übernimmt beratende Funktionen.

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